Havelthal – mein aktueller Traum

Mit meinem ersten Regalprojekt musste ich viel Lehrgeld zahlen.
Nach dem euphorischen Beginn, der dafür  grossartigen Unterstützung sehr guter Modellbahnfreunde aus dem Netz,
habe ich dann vieles mit der heissen Nadel gestrickt, versucht mein Ziel schnell zu erreichen.
Ohne entsprechende Erfahrungen und Fertigkeiten habe ich mich nicht nur an den einfachen Anlagenselbstbau
mit passendem Gleismaterial gemacht, ich habe sofort den Gleisselbstbau in H0e gewagt. Weder die Übergänge
an den Regalböden noch die Konstruktion und Lötarbeiten beim Weichenbau waren richtig überlegt. Die Verbindungen
an den Weichenzungen brachen, die Übergänge führten zu Entgleisungen, so machte sich Frust breit.
Aktive Modellbahnfreunde in meiner Nähe brächten sicher Ansporn, praktische Unterstützung und Austausch.
Leider versteckt man sich hier, schmort eher gern im eigenen Saft oder widmet sich der „Fingerhakelei“.
Fingerhakelei hat aber nix mit Fingerfertigkeit zu tun, also muss ich mich weiter allein durch die Materie beissen
Mittlerweile musste ich mir eingestehen, dass solch Projekt wohl überlegt, geplant und ausprobiert sein will.
Meine Erkrankung verordnete mir eine lange Pause, die ich mit Plänen, Träumen und Überlegungen verbrachte.

Nun also kommt ein neuer Traum, ein Neubeginn auf den zwei einmeterundzwanzig langen Kästen.
Ich möchte gern ein möglichst umfangreiches Betriebsspiel in meinem kleinen Reich haben.
Die Legende ist also „Havelthal“, eine mittlere Stadt mit einer Hauptbahn und an deren Stadtrand eine schmalspurige
Kleinbahn aus dem ländliches Umland endet. Vom Bahnhof der Hauptbahn führt eine Anschlussbahn zur Kleinbahn.

Havelthal 05

Um Güter von der Hauptbahn aufs Land zu bringen, hatte man bereits früh versucht die Umladungen zu reduzieren
und die Wagen der Hauptbahn auf Rollböcken weiter transportiert. Mit Zunahme des Ladegewichts versuchte man
dem Verschleiss an Strecke und Material entgegen zu wirken. Die Rollböcke sollen durch Rollwagen ersetzt werden.
So kommt es, dass neben der alten Rollbockgrube auch eine Rollwagenanlage errichtet wurde. Zukünftig wird sich im
Umland aber der Transport mit dem Kraftverkehr durchsetzen, Investitionen wird es an den Bahnanlagen nicht mehr geben.
Der langsame Verfall der Bahnanlagen wird überall sichtbar. Meine Bahn existiert in den sechziger Jahren im Bereich der DR.

Peter Richter

geboren am 15.11.1958 in Oschatz

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